Torwarnleuchte

June 29th, 2008

Ein Bekannter benötigte für sein elektrisch getriebenes Hoftor eine Schaltung, die den Warnleuchten beim Öffnen und Schließen des Tores zu einem auffälligen Blinken oder Blitzen verhilft. Nun hatte ich mir gerade wenige Wochen zuvor einen AVR-Programmer gekauft und auch meine alten Ätzutensilien wieder herausgekramt, womit eigentlich nichts näher lag, als hierfür mal schnell eine kleine Platine zu zaubern.

Herausgekommen ist eine Standardschaltung, sprich: ein längsgeregelt versorgter Microcontroller, der zwei bipolare Leistungstransistoren schaltet. Die von der Torsteuerung gelieferte Versorgungsspannung von 24 Volt ist für die Längsregelung auf 5 Volt eigentlich zu hoch, denn die verheizte Leistung ist dabei nicht ohne. Nun ist der Microcontroller selbst extrem sparsam (~ 1 mA), und nur in den Momenten, in denen die Leistungstransistoren durchgeschaltet werden müssen, kann man wirklich von einem Stromfluss (~ 110 mA) sprechen. Wegen des geplanten Einsatzes der Schaltung als Blink- bzw. Blitzlicht werden diese Momente im zeitlichen Mittel eher selten sein, sodass der Längsregler noch praktikabel ist.

Der verwendete Microcontroller ATtiny 2313 ist völlig überdimensioniert für ein einfaches Blinklicht, aber er liegt in meiner Bastelkiste und lässt sich hier dank der vielen “unnötigen” Portpins über eine Stiftleiste in der Schaltung programmieren. Und überhaupt: Die AVR-Controller sind für einen ehemaligen 8031-Bastler ja so was von einer Offenbarung, was die einfache Verwendbarkeit angeht: kein EPROM, kein Address-Latch, interner Oszillator, IDE und C-Compiler für lau und das Einzelstück für 1,- Euro.

Falls sich der interessierte Betrachter über die Beschaltung von JP3 mit dem Pull-Up-Widerstand R4 an Vcc wundert: das tue ich mittlerweile auch. Mir fehlte beim Routen der Platine partout der Weg von JP3 zu GND. Schwer beeindruckt von den Möglichkeiten der AVR-Controller hatte ich dann irgendwie die Hoffnung, dass man das notfalls auch mit einem Pull-Up hinbekommen kann. In der Folge gibt es nun nur vier anstatt 16 wählbare Blinkvarianten, die zudem mit einer steckbaren Litze von Pin 3 an JP2 selektiert werden müssen.

Schaltplan und Board für EAGLE gibt es hier zum Download. Der C-Quellcode ist eher “schnell” als schön, daher behalte ich den mal für mich.


Battery replacement on Korg M1R

June 15th, 2008

My M1R came up with a “battery low” warning, just a few months after I did the replacement on the TX802. Possibly these oldies start a conversation on their sicknesses each night after the boss has gone to sleep. The CR2032 button cell is sitting in a socket, so there is not much to tell about the exercise itself, but it was still an opportunity to take photos of the innards.


Battery replacement on Yamaha TX802

June 8th, 2008

My TX802 started behaving like it was broken: strange characters on the display and strange sounds. Not even a factory reset and a following sysex dump helped to remedy this situation. Although there was no “battery low” warning, I first replaced the 20 years old battery before going on with error search. It turned out, that this was a good decision; everything is fine now and the box is back fully operational. As you can see on the photos, it is fairly straightforward to open the housing and reach both sides of the mainboard. The new battery holder did not fit exactly into the soldering holes, but I found a decent workaround by twisting the pins a bit and underlaying the holder with hot glue.


Hammond B250 repair and cap replacement

October 14th, 2007

Recently, after having visited the Tasten-Festival at Herdecke, I felt inspired to sit down on my Hammond B250 and move my fingers. This sadly happens seldom enough, and so the organ hadn’t then been powered on for months. And although the B250 is a quite reliable oldie in my experience (just one repair within the past 10 years, a voltage regulator on the PSU had to be replaced), it now came up with a dead “G” pedal tone.

So I first checked the pedal unit and then opened up the B250 and found a broken connector on the bass tone generator board. The pin just broke in pieces after being unclipped and pulled out of the housing (see red circles on image). With an appropriate replacement part this was quickly fixed. But there was another thing that soon concerned me much more: Electrolytic capacitors with green corroded pins.

Approximately 80 percent of all caps on the B250’s PCBs showed more or less visible signs of aging and deterioration. I started to replace a few caps on the bass tone generator board, measured their ESR and capacity values and – to my surprise – couldn’t detect any problems. »Dude«, you may say now, »it is too obvious that these caps have to be replaced«. You are right, but the organ still plays and a complete swap would mean a total of 98 caps. »Replace them immediately. They will soon lose capacity and the leaking acid will irreparably damage the PCBs «, an expert told me after I sent him a photo. Ok, I’m persuaded, this is a case of “bad caps alert”.

While removing and “recaping” the panel PBCs I took the opportunity to refurbish the drawbars. Although my B250 lives in a smoke-free environment and a deep cleaning was not necessary, it was still a good idea to remove the dry old grease and lubricate it with fresh “white” lithium based grease. See this excellent Hammond Service page for instructions and tips.

All in all it took two workdays to complete this operation. Below is a photo of my B250 after wakening up, and I think the organ looks happy now. The overall sound is a bit more bright and substantial, due to the all new coupling capacitors. It also smells like a new one ;-) .


Reparatur eines LG 1811B TFT-Monitors

September 6th, 2007

Im Sommer 2003 gönnte ich mir für damals soeben erschwingliche 749,- Euro pro Stück zwei TFT-Monitore LG 1811B mit augenfreundlichen IPS-Panels. Seitdem haben die beiden Geräte – betrieben an einer Matrox G550 DH Grafikkarte – jeweils fast 12.000 Betriebsstunden auf ihre Uhren geschrieben und machen dabei bis heute ein gutes Bild. Vor einigen Wochen schaltete sich leider einer der beiden Monitore im laufenden Betrieb sang- und klanglos aus und ließ sich anschließend nicht mehr reaktivieren.

Dank Internet braucht es glücklicherweise nicht lang, dem Fehler auf die Spur zu kommen. Zum Beispiel im Elektronikforum finden sich einige Beiträge zu baugleichen Geräten mit identischem Fehlerbild, und die Ursache für den Ausfall ist dort stets ein defektes PWM-IC vom Typ ICE2AS01 (Infineon/LG) im Schaltnetzteil. Bei der Beschaffung dieses Teils sieht es dann schon schwieriger aus: Zwei Servicebetriebe vor Ort können oder möchten mir das Teil nicht liefern, ein US-amerikanischer Ersatzteilhändler auf eBay möchte Bezahlung per PayPal (was ich nicht möchte), und ein österreichischer Servicebetrieb hat notgedrungen für sich selbst eine vierstellige Anzahl der ICs als Mindestabnahmemenge direkt beim Hersteller geordert, rechnet aber mit einer Lieferzeit von bis zu zehn Wochen. Glücklicherweise konnte mir am Ende der Ersatzteilblitz zwei ICs zu einem fairen Preis liefern. Die Firma macht ihrem Namen übrigens alle Ehre: am Samstag Vormittag bestellt, lag der Umschlag am Montag darauf im Briefkasten, und das für günstiges Porto per DHL.

Der österreichische Fachmann hat mir noch den Hinweis gegeben, dass schlechte (“kalte”) Lötstellen an den sekundärseitigen Gleichrichterdioden ursächlich zum Ausfall des ICs führen. Und in der Tat waren diese neben vielen anderen bei meinem Ausfallexemplar in einem extrem schlechten Zustand (siehe Fotos), dass man sich die Frage stellen muss, wie und ob so etwas unbeanstandet durch die Qualitätskontrolle gehen konnte. Die Lötstellen im funktionierenden Exemplar habe ich daraufhin ebenfalls geprüft und dort nur kosmetisch nachbessern müssen. Jetzt leuchten beide Monitore wieder nebeneinander, und wenn es nach mir geht, kann die Hintergrundbeleuchtung gerne noch einige tausend Betriebsstunden durchhalten.